Region

Der Landkreis Donau-Ries (DON)

Der Freistaat Bayern gliedert sich in 7 Regierungsbezirke, 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte.
Der Landkreis Donau-Ries liegt im Regierungsbezirk Schwaben und grenzt an das Bundesland Baden-Württemberg.

Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Verwaltungssitz: Donauwörth
Kreisgliederung: 44
Gemeinden Fläche: 1.274,6 km²
Einwohner: 129.795 (27. Nov. 2008)
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km² Kfz
Kennzeichen: DON und NÖ (seit 2013)
Landrat: Stefan Rößle (CSU)

Kreisverwaltung:
Pflegstraße 2
86609 Donauwörth
www.donau-ries.de

Quelle: LRA


Das Nördlinger Ries

Lage

Hohenaltheim liegt am Südrand des Nördlinger Rieses. Das Ries ist eine Region im Grenzgebiet zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb im Städtedreieck Nürnberg – Stuttgart – München. Es gehört zum größeren Teil zum bayerischen Landkreis Donau-Ries (DON), zum kleineren zum württembergischen Ostalbkreis (AA). Der Name „Ries“ leitet sich vom Namen der römischen Provinz „Raetia“ ab, da man hier zur Römerzeit, von Westen kommend, diese Provinz betrat.

 

Ursprung

Das nahezu kreisförmige, flache Ries hebt sich auffällig von der hügeligen Landschaft der Alb ab. Aufgrund der im Ries gefundenen Gesteine, insbesondere dem Suevit, wurde das Ries zunächst für eine vulkanische Struktur gehalten. Erst 1960 konnte nachgewiesen werden, dass es sich um die Überreste eines etwa 14,3–14,5 Millionen Jahre alten Einschlagkraters handelt, der aus dem Ries-Ereignis hervorging. Trotz des Alters zählt es zu den am besten erhaltenen großen Impaktkratern der Erde.

 

Geografie

Das Nördlinger Ries ist nahezu kreisrund (Abmessung etwa 22 × 24 Kilometer). Der Krater ist aufgrund seiner Größe und der starken Verwitterung nur aus der Luft deutlich zu erkennen. Vom Boden aus sieht man den Kraterrand als eine Art Hügelkette, die rings um den Horizont entlang läuft und von Wald bewachsen ist. m Nördlinger Ries liegen einige Städte und Gemeinden, darunter als größte Nördlingen, Harburg, Oettingen und Wemding. Die Wörnitz durchquert in zahlreichen Mäandern den flachen Rieskessel.

 

Dialekt

Im Nördlinger Ries wird das Rieser Schwäbisch gesprochen – eine ostschwäbische Dialektform, die Anklänge an das Neckarschwäbische zeigt, jedoch einige Besonderheiten aufweist.

 

Tracht

Charakteristisch ist der Rieser Bauernkittel, ein einfaches, weiß oder rot besticktes blaues Baumwollhemd. An der Bestickung kann man die Konfession des Trägers erkennen. Weiß steht für Evangelisch, rot für Katholisch.

 

Küche

Die Rieser Küche vereint Elemente der schwäbischen und fränkischen Küche. Spezialitäten sind Rieser Hochzeitssuppe, Rieser Küchle und die Rieser Bauerntorte, ein kreisrunder, platter Apfelmuskuchen mit etwa 60 cm Durchmesser.

 

Archäologie und Geschichte

Das Nördlinger Ries war in der Vorgeschichte und in römischer Zeit stark besiedelt. Die archäologischen Fundstellen konzentrieren sich in fast allen Epochen und Kulturen im Süden bis Südostens des Rieses, während der Nordwesten und teilweise der Westen deutlich weniger Fundstellen aufweisen. Ungewöhnlich ist der hohe Anteil prähistorischer Siedlungsplätze, während der Anteil von Gräberfeldern, besonders Grabhügeln, im Ries vergleichsweise gering ist. Dafür sind auf den umgebenden, bewaldeten Bergen zahlreiche Hügelgräberfelder erhalten. Der älteste archäologische Fund aus dem Nördlinger Ries ist ein rund 70.000 bis 80.000 Jahre alter Faustkeil aus dem Micoquien, einem Abschnitt des mittleren Paläolithikums. Zu den bekanntesten Fundstellen gehören die beiden Ofnethöhlen mit reichen jungpaläolithischen Fundschichten und zwei „Schädelnestern“, Kopfbestattungen des Spätpaläolithikums oder Mesolithikums. Zu Beginn des Neolithikums wurden die fruchtbaren Böden des Rieses offenbar intensiv genutzt, wie eine ganze Reihe bandkeramischer Siedlungen (etwa bei Möttingen-Enkingen, Möttingen-Kleinsorheim oder Nördlingen-Herkheim) belegt. Auch die jüngeren neolithischen Kulturen (etwa Stichbandkeramik, Rössener, Bischheimer, Michelsberger und Altheimer Kultur) sind mit einer ganzen Reihe von Siedlungen vertreten. Namengebend für eine jungneolithische Keramikfacies wurde eine Siedlungsphase auf dem mehrfach besiedelten Goldberg. Für die Bronzezeit ist der Brucherzhort von Alerheim-Bühl von Bedeutung. Ansonsten fällt in den Metallzeiten (Bronze- und Eisenzeit) die hohe Zahl von befestigten Höhensiedlungen an den Rändern des Rieses auf. Annähernd jede Erhebung in der Riesrandhügelzone war in der Bronze- oder Eisenzeit besiedelt, viele auch mehrfach (beispielsweise der Adlerberg, der Spitzberg bei Appetshofen, der Rollenberg bei Hoppingen und der Hahnenberg bei Möttingen). In der Hallstattzeit bestanden neben den Höhensiedlungen und unbefestigten Flachsiedlungen mehrere Herrenhöfe. In die folgenden Latènezeit ist eine Viereckschanze zu stellen, die am Westrand des Rieses in Bopfingen-Trochtelfingen entdeckt wurde. Die intensive Nutzung des Rieses setzt sich in römischer Zeit fort. Ein ganzes Netz von villae rusticae ist belegt (z. B. in Harburg-Großsorheim und Nördlingen-Hohlheim), außerdem Friedhöfe, Straßen und drei Kastelle. Die römische Provinz, zu der das Ries gehörte, wurde als „Raetia“ bezeichnet, woraus sich der heutige Name „Ries“ entwickelte. Im Jahr 259 verdrängten die Alamannen die Römer, womit der Grundstein für die Besiedlung durch die Volksgruppe der Schwaben gelegt wurde. Im Zentrum des Rieses entstand im Mittelalter die Stadt Nördlingen. Sie wurde 1215 freie Reichsstadt. Weitere Städte im Ries sind Oettingen, Wemding, Harburg und Bopfingen.

Quelle: Wikipedia

Unsere Ortsgeschichte

Sie wiegt zwei Kilo, umfasst knapp 700 Seiten und hat 550 Fotos: Die lang ersehnte „Geschichte von Hohenaltheim und Niederaltheim“ ist da.

Autor: Dr. Wilfried Sponsel
Leinenbindung, Goldprägung und Schutzumschlag.
Erhältlich in der Gemeindekanzlei
zum Preis von 49,90 €.

Kontakt

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